die-rote-feder.de

Die Rote Feder bietet fundierte Berichterstattung und Analysen zu aktuellen Themen aus Politik, Gesellschaft und Kultur, um ein…

Politik

D&O-Versicherung und Russland-Sanktionen: Handlungsmöglichkeiten für Geschäftsführer

Aufgrund der russischen Sanktionen kommt es vermehrt zu Ablehnungen von D&O-Versicherungen. Geschäftsführer sollten jetzt Maßnahmen ergreifen, um rechtliche Risiken zu minimieren.

vonClara Weiss12. Juli 20261 Min Lesezeit

Infolge der Sanktionen gegen Russland kommt es bei D&O-Versicherungen (Directors and Officers) zunehmend zu Ablehnungen von Leistungen. Dies betrifft insbesondere Geschäftsführer, die in Unternehmen tätig sind, die Geschäftsbeziehungen zu russischen Firmen pflegen oder gepflegt haben. Diese Unternehmen sehen sich nicht nur rechtlichen Risiken ausgesetzt, sondern auch möglichen Ansprüchen von Investoren und Aktionären. Geschäftsführer sollten sich der Tatsache bewusst sein, dass die Versicherung möglicherweise nicht für Schäden aufkommt, die im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Sanktionen stehen.

Um rechtliche Risiken zu minimieren, sollten Geschäftsführer umgehend eine Überprüfung ihrer bestehenden D&O-Versicherung durchführen. Eine enge Kommunikation mit dem Versicherer ist unerlässlich, um Klarheit über etwaige Ausschlüsse zu erhalten und mögliche Anpassungen des Vertrages in Betracht zu ziehen. Darüber hinaus empfiehlt es sich, rechtlichen Rat einzuholen, um die Compliance der eigenen Unternehmenspraktiken zu überprüfen und sicherzustellen, dass keine ungewollten Verstöße gegen die Sanktionen vorliegen. Diese Maßnahmen können dazu beitragen, die persönliche Haftung von Geschäftsführern in einem zunehmend komplexen regulatorischen Umfeld zu verringern.

Verwandte Beiträge

Auch interessant